Alfen nimmt am Pilotprojekt PowerParking Flevoland teil 17-08-2017

PowerParking

PowerParking, ein innovatives Pilotprojekt im Lelystad Airport Businesspark, nutzt in Zukunft Parkplätze, um diese zu lokalen nachhaltigen Energiezentralen zu machen.

Die Parkplätze werden mit Solarpanelen überdacht und die erzeugte Energie wird für das Aufladen von Elektroautos und die Beleuchtung der Parkplätze genutzt.

Bei einem Überschuss wird der Strom vorübergehend in den Akkus der geparkten Elektroautos und/oder zusätzlichen Batterien gespeichert.

Das System wird an das öffentliche Gleichstromnetz, das vor kurzem von Alliander als Pilotprojekt angelegt wurde, angeschlossen, sodass durch die Umwandlung in Gleichstrom keine Energie verloren geht. Jeder Teil dieser Energieversorgung wird nachhaltig entwickelt, wobei die Prinzipien der zirkulären Ökonomie als Ausgangspunkt dienen. So wird z. B. die Tragekonstruktion für die Solarpanele aus recycelbarem Verbundmaterial gebaut. Durch das geringe Gewicht des Verbundmaterials ist ein weniger stabiles Fundament erforderlich. Außerdem können bei dem Entwurf die Kabel in das Dach integriert werden, sodass der Parkplatz nicht aufgegraben werden muss.

Das Projekt hat im Januar 2017 mit dem Entwurf begonnen. In dieser Phase wird auch das ICT-Managementsystem entwickelt, das bestimmt, wohin die erzeugte Energie geleitet wird und wie geladen/entladen werden muss. Dieser Prozess hat bereits begonnen. Zusätzlich zu den technischen Entwicklungen wird auch der Businesscase weiter ausgearbeitet, um PowerParking in Zukunft ohne Subventionen rentabel zu machen.

Danach wird ein kleines Modell von PowerParking im Green Village gebaut, einem Teststandort auf dem Campus der TU Delft. An diesem Modell werden verschiedene Szenarien getestet. Außerdem wird bei den Benutzern eine Studie durchgeführt, um zu bestimmen, wann es attraktiv wird, den Autoakku während des Parkens für eine vorübergehende Energiespeicherung zur Verfügung zu stellen. Nach dem Test wird das Projekt auf den Grundstücken des Lelystad Airport und Lelystad Airport Businesspark umgesetzt und die Ergebnisse überwacht.

In der letzten Phase werden die Ergebnisse von PowerParking beurteilt. Dann wird auch überlegt, wie dieses Pilotprojekt weiterentwickelt werden kann, damit es auf anderen Parkplätzen eingeführt werden kann, z. B. am Schiphol Airport. PowerParking läuft bis einschließlich Dezember 2019.

 

 

PowerParking erhält von der Europäischen Union Subventionen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro und von der Provinz Flevoland eine Co-Finanzierung in Höhe von 0,5 Millionen Euro. Die Subventionen stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRO). Die Provinz Flevoland hat das Projekt zusammen mit Lelystad Airport, Schiphol Group, Lelystad Airport Businesspark, TU Delft, Pontis Engineering, Eneco und Alfen entwickelt. PowerParking trägt zur Energiewende und CO2-Reduktion bei.